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Das sequenzielle elektronisch geregelte Gaseinblassystem

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24 Feb 2014 17:34 #1 von Marco
Dies ist, bei den derzeit verwendeten Gasanlagen, die am häufigsten angewandte Gaseinblasstrategie. Auch hier kommt eine Verdampferanlage zum Einsatz. In der Ansaugbrücke wird für jeden Zylinder vor dem entsprechenden Einlassventil eine Gaseinblasdüse gesetzt. Die Versorgung mit Gas erfolgt über entsprechende Einblasventile. Die meisten Gasanlagenhersteller fassen die Ventile zu einer sogenannten Rail (häufig auch als Gasrail bekannt) zusammen. Rail kommt aus dem englischen und bedeutet in diesem Fall Schiene oder auch Leiste. Bekannte Gasventilhersteller sind zum Beispiel Keihin und Valtek.

Die Gaseinblasventile werden einzeln vom Gassteuergerät im Millisekundenbereich lambdageregelt angetaktet. Da die Gasanlage im sogenannten Master-Slave (engl. Für Herr-Sklave) System in der Fahrzeugelektronik eingebunden wird, übernimmt das Gassteuergerät automatisch die Benzineinspritzstrategie. Im Benzinbetrieb gibt es verschiedene zeitliche Abläufe bei den Einspritzvorgängen, die entsprechend im Gasbetrieb übernommen werden.

Mögliche Einspritzvarianten (Beispiel 4 Zylinder-Motor):

Simultane Einspritzung: Alle Zylinder bekommen bei jeder Motorumdrehung die halbe Menge des erforderlichen Kraftstoffs.

Gruppeneinspritzung: Die Hälfte der Zylinder erhält bei der ersten Motorumdrehung die volle Kraftstoffmenge. Die andere Hälfte entsprechend bei der zweiten Umdrehung.

Sequenzielle Einspritzstrategie: Jeder Zylinder erhält, entsprechend der Zündreihenfolge, einzeln die benötigte Kraftstoffmenge. Dies ist die heute übliche Variante. Teilweise werden auch noch Zwischeneinspritzungen verwendet, was für die Autogasanlage eine besondere Herausforderung darstellt, da die Einspritzzeiten hierbei besonders klein sind und nicht von jeder Rail verarbeitet werden können.

Da die Einspritzstrategie vom Benzinsteuergerät übernommen wird, muss das Kennfeld (Mappe) am Autogassteuergerät nur noch dem Benzinsteuergerät angeglichen werden. Zur optimalen Einstellung greift die LPG-Werkstatt mit einem OBD-Tester auf die Einspritzkorrekturwerte (Short Time und Long Time Fuel Trim) zuück.

Sequenzielle Gaseinblasanlagen sind somit für Benzinmotoren mit Mehrpunkteinspritzung (MPI) geeignet.

Dateianhang:

MITSUBISHI Lancer Kombi 2.0
Prins VSI LPG

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