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Autogas in Oldtimern - wer hat schon Erfahrungen?

  • E. Diekmann
  • Autor
08 Mär 2005 20:30 #1 von E. Diekmann
Autogas in Oldtimern - wer hat schon Erfahrungen? wurde erstellt von E. Diekmann
Hallo Liebhaber(-innen) von Oldtimern,

in einem anderen Beitrag in diesem Forum habe ich schon kurz meinen Opel Blitz Baujahr 1960 angesprochen und habe auch bereits Kontakt zu 1 1/2 Einbaufirmen.

Autogas ist ja nun keine neue Erfindung. Für meinen Blitz kam ich auf die Idee durch einen Prospekt von 1957!!

Wer hat bereits in Oldtimern Erfahrungen gesammelt?

Wer hat praktische Erfahrungen über den wirklichen Mehrverbrauch?

Welche Anlagen sind da wirklich zu empfehlen?

Welche Anlagen gibt es mit 6 Volt?

Ich ziehe zwar wegen den laufenden Kosten in Betracht den Wagen auf 12 Volt umzubauen, aber er wäre dann eben nicht mehr wirklich original. Mit dem H-Kennzeichen gibt es zwar keine Probleme, aber ...

Welche Kosten entstehen?
Ich habe ein Angebot vorliegen, das mir sehr fair erscheint. Nur habe ich bisher keinerlei Vergleichsmöglichkeit. Bitte nichts mit Polen, Timbuktu oder weiß der Teufel woher; meine Anlage wird definitiv in Deutschland eingebaut!

Ich würde mich wirklich sehr freuen, wenn sich hier noch ein paar andere Oldtimerliebhaber(-innen) melden würden.

Mit rostigen Grüßen
Eddie

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  • UweHe
  • Autor
08 Mär 2005 20:47 #2 von UweHe
Hi,
ich habe mir Deinen Blitz mal angesehen: ein wirklich sehr beeindruckendes Projekt!! Hast Du viel vor.
Für solche Autos und für Venturi-Anlagen ist gascharly, hier aus dem Forum, der richtige Ansprechpartner!! Wende Dich mal an ihn!!

Viel Erfolg!!!!

CU,

Uwe

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  • E. Diekmann
  • Autor
08 Mär 2005 21:08 #3 von E. Diekmann
Hallo Uwe,

ich weiß, dass der Blitz auf den Fotos einen furchterregenden Eindruck macht. Das liegt aber nur daran, dass er ein fauler Hund ist und meint schon genug gearbeitet zu haben. Deswegen hat er sich ein Moosmäntelchen angezogen.

In Wirklichkeit hat der Wagen eine gute Substanz. Bis auf die A-Säulen und ein paar kleinen Löchern in den Vorderteilen der Kotflügel ist der Wagen ok. Sicherlich geht jede Menge Arbeit und Geld da rein, aber er ist es wert.

Außerdem täuscht der zerlegte Zustand. Bis auf die Pritsche ist der Wagen vollständig und das Abgestrippte war für den Transport nur von Vorteil. Der Lkw mit Tieflader wollte bei diesen Wetterverhältnissen nicht in diese Wildnis fahren, der Blitz musste dort aber termingerecht verschwinden. Der Transport war zwar vielleicht nicht so ganz gesetzeskonform, aber ein Legacy packt das schon - zumindest im Benzinbetrieb!

Ende 2006 läuft er - wenn möglich mit Gas!

Du hast mir Gascharly empfohlen; er war auch derjenige, der mir ein faires Angebot machte. Ich kenne ihn noch nicht persönlich, aber das wird sich im Laufe dieses Jahres ändern. Außerdem habe ich vom bisherigen Schriftwechsel her bereits ein gutes Gefühl mit ihm. Trotzdem Danke für den Tip!

Gruß
Eddie

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  • E. Diekmann
  • Autor
10 Mär 2005 14:28 #4 von E. Diekmann
Hallo Leute,

es ist etwas frustrierend - keine Reaktion in diesem Forum. Und das obwohl es hier doch oft richtig zur Sache geht. Sind die "Oldieleute" vielleicht irgendwo anders vertreten? Wer weiß etwas?

Mit rostigen Grüßen
Eddie

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  • autogas-team
  • Autor
10 Mär 2005 15:37 #5 von autogas-team
Hallo Eddie,

wir könnten dir bestimmt weiterhelfen, sind aber zu weit weg von dir. Es gebe noch die Möglichkeit, das ich mit ein paar Jungs und Material zu dir komme aber dann ist der Preis bestimmt nicht mehr so günstig. Frage mal Gascharly, der ist wesentlich näher zu dir gelegen.

Mfg

Das Autogas-Team

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  • E. Diekmann
  • Autor
10 Mär 2005 17:38 #6 von E. Diekmann
Hallo an das Autogas-Team.

Es ist nett, dass Ihr euch meldet, das ist und war aber gar nicht der Sinn dieses Beitrags. Hier möchte ich ganz einfach Erfahrungswerte von Oldtimerbesitzern, nicht von Einbaufirmen.

Mit Gascharly habe ich bereits einen Termin.

Vielen mag es gar nicht bekannt sein, aber Autogas, bzw. damals Treibgas genannt war bis in die 70-er Jahre recht publik. Meine bisherigen Recherchen haben ergeben, dass z. B. mein Opel Blitz ab Werk mit einer Flüssiggasanlage bestellt werden konnte. Als ich den Prospekt gelesen habe dachte ich zuerst, dass dies ein Vorschlag vom Werk wäre; mittlerweile weiß ich jedoch, dass diese Fahrzeuge auf Wunsch so ab Werk kamen.

Nach dem, was ich bisher in Erfahrung bringen konnte dürften Anfang der 70-er Jahre die Stückzahlen der gasbetriebenen Fahrzeuge in etwa so hoch gewesen sein, wie heute. Wenn ich die heutige Fahrzeugdichte hernehme, dann war der prozentuale Anteil in den 60-er und 70-er Jahren sogar höher. Dies war damals mit Sicherheit ein Ergebnis der Ölkrise.

Liebe Einbaufirmen: Ihr seht, dass ihr keine Pioniere seid, sondern euren Vätern und Großvätern hinterherhinkt. Strengt Euch an.

Das Treibgas fiel nach der Ölkrise wieder in die Vergessenheit - lag es daran, dass Die Anlagen damals schon nicht in letzter Konsequenz überzeugen konnten, oder war die Öllobby einfach stärker - ist eigentlich Käse, da unser Gas ja von demselben Hersteller kommt (oder liege ich da verkehrt). Lag es vielleicht daran, dass das Tankstellennetz damals schon so bescheiden war wie heute?

Ich möchte einfach mehr über den damaligen Treibgas-Boom (?) in Erfahrung bringen. Zum einen interessiert es mich geschichtlich und auf der anderen Seite möchte ich dieses Thema auch in meiner Oldtimerseite aufarbeiten.

Nachdem hier von Privatleuten keine Resonanz kommt nehme ich an, dass dieses Thema in Oldtimerkreisen gar nicht bekannt ist. Vielleicht kann ich da mit meinem Opel Blitz das ganze etwas mehr publik machen. Entscheidend wird dabei auf jeden Fall sein, wie hoch der Verbrauch ist und was die ganze Angelegenheit kostet. Da Oldtimer nicht allzuviel KM abspulen wird wohl so mancher vor den Einbaukosten zurückschrecken. Vom Tankstellennetz will ich hier gar nicht reden - aber daran wird ja gearbeitet.

Sorry, ich will das Thema hier gar nicht so sehr aufbauschen, da dieser Kundenkreis für die Einbaufirmen durch die Stückzahlen relativ uninteressant ist. Ich finde es nur recht spannend, was ich da in den letzten Tagen alles herausgefunden habe. Ich beschäftige mich jetzt seit 25 Jahren mit Oldtimern, auch wenn es in den letzten 10 Jahren nur theoretisch war (als Alleinerziehender Vater von 2 Kindern hatte ich einfach andere Probleme). Aber in all der Zeit habe ich niemals bewußt etwas von Gasanlagen mitbekommen. Erst jetzt durch gezieltes Suchen stöbere ich immer mehr auf.

Gut, Schluß jetzt, sonst wird es ein Zeitungsartikel.

Gut Gas
Eddie

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  • Sonja+Sascha
  • Autor
12 Mär 2005 12:51 #7 von Sonja+Sascha
hallo eddi
ich bin sascha der freund vonne sonja mit der du schon geschrieben hast meine frage :
was ist das mit den ventilsitzen und dem guß kopf gibt es da ein problem ich bin auch erst seit ca einer woche dabei mich zu informieren und das war eine meiner ersten sorgen aber es kam dann die info es gäbe dieses flasch-lube als bleiersatz zum eintröpfeln ... hast du andere info´s????
braucht man einen anderen kopf? oder nachträglich eingebaute ventilsitzringe?
halte uns bitte auf dem laufenden!
n rostiegen gruß zurück und ich freue mich das die sonja dich aufgetan hat
sascha

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  • E. Diekmann
  • Autor
13 Mär 2005 16:43 #8 von E. Diekmann
Hallo Leute,

letzter Stand der Dinge. Am Samstag habe ich "gascharly" besucht und war begeistert. Erstens mal mein Dank an ihn, dass er mich um 20.30 Uhr noch empfangen hat. Ich ziehe ganz gewaltig meinen Hut vor ihm, denn er hat wirklich Ahnung. Er warf einen kurzen Blick in meinen Legacy und erzählte mir sofort, wo meine Probleme liegen - er lag mit keinem Problem daneben. Er erklärte mir auch umgehend, woran meine Probleme liegen - er erklärte es sogar verständlich! Hätte ich ihn nur eher kennengelernt, dann hätte ich jetzt wohl ein paar Probleme weniger mit meinem Subaru. Zu den von ihm eingebauten Anlagen kann ich nur sagen: "Super". Ich habe noch keine so ordentlich und überlegt eingebaute Gasanlage gesehen.

Zu den Oldtimern: meine vorhergehenden Informationen waren nicht ganz korrekt. Es handelte sich beim Blitz nicht um Flüssiggas, sondern um Erdgas (erkennbar an der Flasche; sorry, wußte ich nicht). Der Gußkopf beim Blitz ist kein Problem, da in Grauguß Graphit enthalten ist und dieses die Ventilsitze letztlich schmiert. Die Tröpfelanlagen kann man also getrost vergessen. (Aussage "gascharly";) Dadurch das der Blitz noch keine Ventilschaftdichten besitzt, sondern lediglich durch einen O-Ring abgedichtet ist brauchen wir uns auch keinerlei Gedanken über die Ventilsitze machen. Der Opel wird zwar immer einen gewissen Ölverbrauch haben, aber eben auch keine Probleme mit dem Gas.

Das war der neueste Stand in Kurzform. Den Rest über die genaue Anlage in Kürze in meiner Homepage unter "Opel Blitz"

Gruß
Eddie

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